apothekenjournal.com

Risikofaktoren und Symptome der Impotenz

Risikofaktoren und Symptome bei einer erektilen Dysfunktion

Grunderkrankungen sind meist nicht nur die Ursache für eine erektile Dysfunktion. Sehr viel öfter sind diese Vorerkrankungen die unumstrittenen Risikofaktoren, die eine Potenzstörung erst begünstigen. Die Symptome einer erektilen Dysfunktion oder vorübergehenden Potenstörung hingegen sind oftmals nicht klar als das zu erkennen, was sie wirklich sind, da sie meist gemeinsam mit den Beschwerden einer anderen Erkrankung auftreten. Die anfänglichen Symptome oder auch Probleme einer Erektionsstörung werden zu Beginn der Erkrankung schnell übersehen oder auch falsch eingeschätzt.

Risikofaktoren für eine erektile Dysfunktion

Alles was krank macht, wird als Risiko bei den verschiedensten Krankheiten eingestuft. Eine ungesunde Lebensweise ist also auch häufig ein Risiko für eine gesunde Potenz. Oder anders ausgedrückt: eine ungesunde Lebensweise stellt nicht nur ein hohes Risiko dar, an Krankheiten wie zum Beispiel Übergewicht, Lungenkrebs oder Leberzirrhose zu erkranken, sondern kann auch ausschlaggebend für eine erektile Dsyfunktion sein.

Eine falsche Ernährung, übermäßiger Alkoholgenuß oder das Rauchen können Erektionsstörungen begünstigen oder hervorrufen. Durch diese ungesunde Lebensweise können zum Einen die Blutgefäße direkt geschädigt werden. Zum Anderen können diese Risikofaktoren aber auch die Produktion des männlichen Hormons Testosteron beeinträchtigen, so dass eine Erektion zum Teil nur noch bedingt oder gar nicht mehr möglich ist.

Bei Drogen, wie zum Beispiel Haschisch oder Kokain hingegen kommt es auf die konsumierte Menge an. In geringen Dosierungen können diese Drogen mitunter sogar sexuell anregend wirken. Bei einem übermäßigem Konsum hingegen wird die Erektion gemindert. Barbiturate, welche in Beruhigungs- und Schlafmitteln enthalten sind können die Erektionsfähigkeit ebenso hemmen wie zum Beispiel die Einnahme von Amphetaminen, also Aufpuschmittel.

Symptome einer Potenzstörung

Im medizinischen Sinne spricht man bei einer Potenzstörung von einer erektilen Dysfunktion, wenn der Betroffene über einen längeren Zeitraum, meist ca. einem halben Jahr, bei der überwiegenden Zahl der angestellten Versuche zu keiner oder zu keiner ausreichenden Erektion kommen kann. Da die Symptome der Potenzstörung meist mit denen von anderen allgemeinen Erkrankungen gleichzeitg auftreten, werden sie nicht sofort als ein Symptom einer Erektionsstörung wahrgenommen und festgestellt. Betroffene müssen im Rahmen der Diagnostik häufig erst einmal ernsthaft darüber nachdenken, wann genau die Erektionsprobleme das erste Mal auftraten.

Die Mediziner unterscheiden bei der erektilen Dysfunktion nach der primären und sekundären Potenzstörung. Von primären Potenzstörungen spricht man, wenn bei dem Betroffenen schon immer eine Erektionsstörung vorlag. Zum Beispiel auf Grund von angeborenen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder krankhaften Gefäßverengungen im Bereich der Becken- und Genitalarterien. Sekundär sind Potenzstörungen dann, wenn diese erst im Laufe des Lebens auftreten. Des Weiteren unterscheiden die Mediziner bei den erektilen Dysfunktionen nach situations- oder personenabhängigen Potenzproblemen.

Allgemeine Tipps zur Vorbeugung von Potenzproblemen

Der beste Weg, um Potenzprobleme zu vermeiden, ist natürlich eine gesunde Lebensweise. Dazu zählen nicht nur eine ausgewogene Ernährung sondern auch das Vermeiden der größten Risikofaktoren wie Rauchen und übermäßiger Alkohol- und Drogenkonsum. Stresssituationen oder familiäre Probleme lassen sich natürlich nicht immer umgehen.

Sollten jedoch, aus welchem Grund auch immer Potenzprobleme auftreten, ist es in jedem Fall ratsam, einen Arzt aufzusuchen und mit ihm gemeinsam nach den Ursachen zu forschen. Eine umfassende Diagnostik ist meist schon das Tor zur Behebung vieler Potenzprobleme. Das soll heißen: wer die Ursachen kennt kann gezielt die Erektionsstörung behandeln. Im Rahmen der Diagnostik ist es in jedem Fall förderlich, die Fragen des Arztes ohne Scheu und ganz ehrlich zu beantworten. Falsche Scham bringt keine Heilung. Genau Antworten sind außerdem hilfreich für den Arzt, damit er eine Behandlung der erektilen Dysfunktion beginnen kann, ohne erst großartig verschiedene Behandlungen und Medikamente auszuprobieren, die vielleicht gar nicht helfen.

Von einer sogenannten Selbstdiagnose ist abzuraten, denn wer nicht genau weiß, welche Ursachen seiner Potenzstörung zugrunde liegen oder welche Vorerkrankungen für die erektile Dysfunktion eventuell verantwortlich ist, kann schnell zum falschen Mittel greifen und genau das Gegenteil bewirken.

Wer etwas für die Erhaltung seiner Potenz tun will, dem sei das Beckenbodentraining zu empfehlen. Diese schonende Methode kann vorbeugend angewandt werden, um so lange wie mögliche über eine ausdauernde Potenz zu verfügen. Natürlich ist auch eine sportlich aktive Lebensweise förderlich für eine gute Potenz bis ins hohe Alter.

In manchen Fällen kann es bei einer erektilen Dysfunktion auch hilfreich sein, begleitend zur medikamentösen oder mechanischen Behandlung eine psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen, denn viele Ursachen sind psychologischer Natur.

Fazit

Risikofaktoren einschränken und damit eine gesunde Lebensweise führen, ist nicht nur vorbeugend für möglicherweise auftretende Potenzprobleme im Alter hilfreich. Symptome mit einem erfahrenen Arzt besprechen und diagnostizieren lassen. Außer dem Beckenbodentraining nicht selbst behandeln. Und vor allem gilt auch bei der erektilen Dysfunktion: nicht die Symptome sondern die Ursachen behandeln.