apothekenjournal.com

Welche Ursachen führen zu einer erektilen Dysfunktion?

Wer die Ursachen kennt, versteht die erektile Dysfunktion besser

erectile dysfunktionDer medizinische Begriff der erektilen Dysfunktion ist nicht immer gleichbedeutend mit dem umgangssprachlichen Begriff der Potenzprobleme. Sind Erektionsstörungen langanhaltend und ändert sich nichts an diesem Problem, trotz mehrfacher Versuche, so sprechen die Medizinier von dem Krankheitsbild der erektilen Dysfunktion. Doch auch vorübergehende Erektionsstörungen können zum Problem werden. Diese sind aber meist psychisch bedingt und werden daher von den Ärzten nicht als Erkrankung im herkömmlichen Sinne eingestuft. Allerdings können einer erektilen Dysfunktion zum Beispiel stressbedingte Potenzprobleme vorangegangen sein. Die Ursachen für die erektile Dysfunktion können unterschiedlich sein und müssen daher auch unterschiedlich behandelt werden. Die Diagnostik ist etwas aufwendiger als bei anderen Erkrankungen.

Doch sie ist ausschlaggebend für die Behandlung der erektilen Dysfunktion oder der Potenzprobleme.

Wann man von einer erektilen Dysfunktion spricht

Viele Männer kennen das: in der Firma ist Hochbetrieb oder in der Partnerschaft kriselt es, und schon klappt es mit der Erektion nicht mehr wie sonst. Nach einiger Zeit ändern sich diese Lebensumstände wieder, und schon sind Potenzprobleme vergessen. Wenn sich aber diese Erektionsprobleme häufen oder gar über einen längeren Zeitraum bestehen, dann sprechen die Mediziner von einer erektilen Dysfunktion. Von dieser Erkrankung wird ausgegangen, wenn der Mann über einen längeren Zeitraum zu keiner Erektion im Stande ist oder die anfängliche Erektion während des Geschlechtsaktes nicht aufrecht erhalten werden kann. In diesen Fällen ist die Libido meist noch intakt, dass sexuelle Verlangen also noch ganz normal ausgeprägt. Doch trotz aller Anreize kommt es im Falle einer erektilen Dysfunktion zu keiner Erektion. Hier können andere Erkrankungen ebenso verantwortlich sein, wie veränderte Lebensumstände oder eine ungesunde Lebensweise in den Jahren davor.

In beiden Fällen ist es ratsam, sich von einem erfahrenen Urologen beraten zu lassen. Nur ein Arzt kann schlussendlich die richtige Diagnose stellen und die Potenzstörung fachgerecht behandeln. Von etwaigen Selbstversuchen mit einschlägigen Potenzmitteln wie zum Beispiel Viagra, Cialis oder Levitra ist an dieser Stelle dringenst abzuraten.

Noch vor einigen Jahren wurden Potenzprobleme gern totgeschwiegen. Und auch seltener behandelt, da nur die wenigsten Männer sich diesem Problem offen stellten und zum Arzt gingen. Mittlerweile ist unsere Gesellschaft auch in dieser Beziehung sensibilisiert und sieht das Thema rund um Potenzprobleme nicht mehr als Tabuthema an. Wissenschaftlichen Studien zufolge nehmen Potenzprobleme mit zunehmenden Alter zu

Die Ursachen der erektilen Dysfunktion

Die vielfältigen Ursachen einer Potenzstörung oder auch einer erektilen Dysfunktion sind meist nicht einzeln daran Schuld, dass es zu Potenzproblemen kommt. Oft ist es eine Mischung aus mehreren Faktoren, die dazu führen, dass es kurzzeitig, aber auch langanhaltend zu Erektionsproblemen kommen kann. Doch nicht nur ältere Männer sind von Potenzproblemen betroffen. Auch bei jüngeren Männern kann es zu Erektionsproblemen kommen, doch meist sind diese nur für einen gewissen Zeitraum zu beobachten. Es ist nicht die Regel, aber auffallend oft der Fall, dass es bei jüngeren Männern psychische Ursachen hat, wenn es mit der Erektion nicht so recht klappen will. Männer im fortgeschrittenen Alter hingegen sind meist in Folge von anderen Erkrankungen von Potenzstörungen betroffen.

Grundlegend kann man für eine erektile Dysfunktion drei Ursachen benennen:

  • körperliche oder organische Ursachen
  • arzneimittelbedingte Ursachen
  • psychische Ursachen

Potenzstörungen, denen körperliche oder organische Ursachen zugrunde liegen, treten meist begleitend bei teilweise schweren Allgemeinerkrankungen, wie zum Beispiel Herzerkrankungen, Bandscheibenvorfall, Diabetes oder auch Vorhautverengung oder Entzündung der Hoden. Doch auch angeborene Erkrankungen oder chirurgische Eingriffe können die körperliche Ursache für eine erektile Dysfunktion sein.

Ein typisches Beispiel für arzneimittelbedingte Ursachen einer Potenzstörung kann der Bluthochdruck eines Patienten sein. Die blutdrucksenkenden Medikamente haben ebenso wie viele andere Arzneien die Nebenwirkung, eine Erektionsschwäche hervorzurufen. Doch auch Psychopharmaka oder Herz-Kreislauf-Medikamente haben den unerwünschten Nebeneffekt einer Potenzstörung. Der Vorteil bei den arzneimittelbedingten Ursachen für eine erektile Dysfunktion liegt aber darin, dass die meisten Potenzstörungen nach Absetzung des Medikamentes wieder verschwinden.

Auch wenn das Feld der psychischen Ursachen für eine erektile Dysfunktion bei vielen Mediziniern angezweifelt werden, so ist doch immer wieder feststellbar, dass in Stresssituationen oder in familiären Krisen die Häufigkeit der Potenzstörungen zunimmt. Aber auch Depressionen, Versagensängste oder unbewältigte persönliche Konflikte können Erektionsprobleme auslösen. Auch hier sprechen die Mediziner eher von Potenzstörungen als von krankhafter erektiler Dysfunktion. Sofern psychische Ursachen bei einer Potenzstörung vorliegen, kann diese durch die Bewältigung von psychischen Problemen oder Erkrankungen verloren gehen. Psychische Ursachen sind also meist von kurzzeitiger Dauer und rufen somit nur für einen relativ kurzen Zeitraum Erektionsprobleme hervor.

Fazit

Die Erkrankung an einer erektilen Dysfunktion oder auch kurzfristige Potenzstörungen können unterschiedliche Ursachen haben. Welche Ursache im Einzelfall verantwortlich für die Erektionsprobleme sind, kann nur ein Arzt diagnostizieren, da er über das entsprechende Wissen verfügt. Oftmals sind es die kleinen Dinge im Leben, die ein Problem hervorrufen und eine große Wirkung haben.